4 Straßburg bis Colmar
19.2.26 Hotel Strasbourgh Montagne Verte bis L'Hôtel des Bordes de L'Ill (24 km)

Alles wieder aufpacken
noch scheint die Sonne! 🌤️

ein Baum mit Charakter

"Rue du Temple" hat nichts mit dem Templerorden zu tun, sondern bezeichnet einen protestantischen Tempel (Temple de luthériens), der schon seit dem 19. Jahrhundert in Illkirch-Graffenstaden existiert.

der protestantische Tempel

Franzosen lieben blaue Häuser! 💙 Es war schon das zweite im Ort.

Dann ging es schnurgerade gute 12 km am Rhein-Rhône-Kanal entlang.

Baumalleen befestigen die Ufer

alter Befestigungsbunker

Und weiter geht's geradeaus ...

Altes Verbotsschild: Treidelpfad - kein öffentlicher Verkehr!

Vor einer der zahlreichen Schleusen ...

... und hinter der Schleuse.

Ein Schwänerich beschützt seine Familie.

Misteln

Kleine Kirche bei Plobsheim

Der Kahn ist liebevoll restauriert!

Wegweiser

ein Blick zurück

Zu den Schleusen gehören auch die Schleusenwärterhäuser.

Und Wasser, wohin man schaut ...

... und leider auch von oben.

idyllisches wasserdurchsetztes Gestrüpp ...

... auf der kanalabgewandten Seite des Weges

Zuckerfabrik von Erstein.
Lange Zeit läuft man an süßlich-gärig stinkenden Klärbecken vorbei.

Canal du Rhône au Rhin

"Sucrerie" bedeutet hier nicht "Süßigkeiten", sondern "Zuckerfabrik".

Man hat das Gefühl, hier wird der Zucker für ganz Frankreich und den Rest der Welt produziert!

Flitzefritz hat auch ein Rücklicht.

Hier gibt es sogar ein WÜRTH-Museum.

Hier werden die Kleinsten sogar bei diesem Wetter trainiert! 🏃♀️➡️⚽

Selbst KÄRCHER ist hier allgegenwärtig.

Ich hatte schon ein schönes Wäldchen für die Hängematte ausgesucht bei Krafft auf der anderen Seite von Erstein, doch die Schmerzen im Fuß und vor allem im Rücken und der Dauerregen ließen meine Motivation sinken, so dass ich mir im letzten Moment noch ein Zimmer in Erstein gebucht habe. Dazu musste ich auch noch einmal 6 km laufen.

Endlich angekommen, aber der Gastwirt war nirgends aufzutreiben. Irgendwann tauchte er dann auf. Er war in der Kneipe 50 Meter nebenan. Ein sympathischer junger Mann, der auch leidlich deutsch sprechen konnte und da er meinen Wagen draußen gesehen hatte, mir sofort den Garagenschlüssel an den Zimmerschlüssel heftete.

So bekommt Flitzefritz heute sogar sein eigenes Zimmer!

20.2.26 L'Hôtel des Bordes de L'Ill bis Wäldchen bei Bindernheim (19 km)

Am Morgen, der erste Bliock aus dem Fenster.

Um das Heizen des Frühstückssaales für die wenigen Gäste zu sparen, wurde das Frühstück aufs Zimmer gebracht.

... und weiter geht's

Den ganzen Tag ...

... am Ancienne Canal ...

...du Rhône au Rhin entlang.

Kanalhäuschen bei Boofzheim

Wäldchen gefunden! Es ist hier gar nicht so einfach, denn fast immer befindet sich rechts des Weges eine Senke mit Wasser und verottenden Bäumen. Hier am Endes des Wäldchens gab es einen kleinen Weg zu den Bäumen.

Das "Hotelzimmer" ist aufgebaut. - Den ganzen Abend bewegte sich ein Fahrzeug mit lauter Musik und grölenden Menschen durchs Dorf und durch die Gegend. Vielleicht war ein Junggesellenabschied?

Die Wandersocken mussten mal gewaschen werden.

Das "Abendbüffet" ist angerichtet.

Noch mühsamer auszuhalten ist es neben der Kälte, 6 Stunden von 18 Uhr, wenn die Sonne untergeht, bis 24 Uhr, wenn für mich gewohnheitsmäßig Schlafenszeit ist, in einem engen Schlafsack zu verharren, der gut und gerne eine Nummer größer sein könnte. Dann in Etappen bis 6 Uhr in der Früh schlafen. 12 Stunden, die für meinen Rücken anstrengender sind als das Laufen. Ich freue mich auf wärmeres Wetter, so dass ich den Schlafsack nicht mehr bis obenhin schließen muss und somit mehr Bewegungsfreiheit bekomme. - Die könnten sich echt mal mit dem versprochenen Klimawandel beeilen ...
Samstag, 21.2.26 Wäldchen bei Bindernheim bis Le Studio in Marckolsheim (14 km)

Kirche in Sundhouse

Katze in Sundhouse

Jungschwan bei Schwobsheim

Canal du Rhône au Rhin bei Artolsheim

Schwanenpaar

Heute war ich mit meinen körperlichen Kräften am Ende. Nach 11 km habe ich mir ein Zimmer in Marckolsheim für 2 Nächte gebucht. Sonntag ist Ruhetag. Am Montag geht es weiter nach Colmar. Jetzt heißt es erst Mal regenerieren …
Ancienne Canal du Rhône au Rhin

Während ich jetzt tagelang am alten Rhein-Rhône-Kanal entlang gegangen bin, sehe ich ehrfürchtig ein riesiges Wasserbauwek, das zwischen 1784 und 1834 erbaut wurde. Welche Werkzeuge und Maschinen standen den Arbeitern und Ingenieuren damals zur Verfügung?
Ich habe dazu Perplexity.ai gefragt, hier das Ergebnis:
Der Rhein-Rhône-Kanal wurde – wie alle großen Kanäle seiner Zeit – über viele Jahrzehnte mit damals typischen Erd- und Wasserbau‑Techniken gebaut, also zunächst weitgehend in Handarbeit mit einfachen Maschinenunterstützungen.
Zeitlicher Rahmen und Organisation
-
Bauzeit: 1784–1833, in mehreren Etappen, teils durch Revolution und Kriege unterbrochen.
-
Verantwortlich waren staatliche Ingenieure (z.B. Philippe Bertrand) und große Baukolonnen aus einfachen Arbeitern, oft saisonal angeworben.
Konkrete „Hilfsmittel“ beim Bau
Im 18./frühen 19. Jahrhundert standen noch keine modernen Baumaschinen zur Verfügung, daher:
-
Vermessungstechnik: einfache optische Instrumente (Diopter, später einfache Nivelliergeräte), Messketten, Holzpflöcke zur Trassierung der Kanalachse und zur Festlegung der Höhen für die Scheitelhaltung und Schleusenstandorte.
-
Erdarbeiten: Spaten, Schaufeln, Pickel, Hacken; Transport des Aushubs mit Schubkarren, Handkarren, Pferde‑ oder Ochsenkarren über provisorische Feldwege und Dämme.
-
Felsarbeiten: Bohrer und Handmeißel, Schwarzpulversprengungen für Felsabtrag insbesondere in den engeren Talabschnitten (z.B. bei Deluz und im kanalisierten Doubs‑Bereich, wo unter Wasser Felsen abgetragen werden mussten).
-
Wasserhaltung: einfache Pumpen, Schöpfräder, provisorische Gräben zur Ableitung von Grund‑ und Oberflächenwasser aus der Baugrube; Nutzung vorhandener Bäche (Lutter, Suarcine, später Largue) zur Speisung der Scheitelhaltung.
-
Mauerwerksbau: Holzgerüste und ‑schalungen für Schleusen, Kalkmörtel, behauene Natursteine und Ziegel; Kräne in Form von einfachen Winden, Flaschenzügen und Dreibaumkränen zum Versetzen schwerer Steine an Schleusen und Brücken.
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Baustellenlogistik: kleine Lastkähne auf bereits fertigen Kanalstrecken bzw. Flüssen (z.B. Rhein‑Zuleitung bei Kunheim) für den Transport von Baumaterial wie Stein, Kalk, Holz und Eisen.
Spätere Modernisierungen
Spätere Ausbaustufen nutzten zunehmend moderne Hilfsmittel:
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Ab Ende des 19. Jahrhunderts: mechanische Bagger, Dampfkraft‑Winden, verbesserte Vermessungsgeräte beim Ausbau auf Freycinet‑Standard.
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In den 1920er‑Jahren: Abdichtung mit Betonplatten gegen Versickerung in der Rheinebene, wofür Betonmischer, Schalungen und leistungsfähigere Pumpen eingesetzt wurden.
Kurz gesagt: gebaut wurde der Kanal vor allem mit Handarbeit, einfachen Vermessungsinstrumenten, tiergezogenen Transportmitteln, Stein- und Mauerwerkstechnik sowie – in späteren Phasen – Pulversprengung und zunehmend mechanischer Erdbautechnik.
Sonntag, 22.2.26 Le Studio in Marckolsheim

Häuser in Marckolsheim

verwilderter künstlerischer Hof

blaues Haus

Marie de Marckolsheim (Rathaus)

Eglise de Marckolsheim (kath. Kirche)

Fachwerkhaus

Boucherie - Charcuterie - Traiteur (Metzgerei - Wurstwaren, Aufschnitt - Caterer)

altes Fachwerkhaus

Hoftor mit stimmigen Proportionen

Restaurant "Auberge de Grenadier"

Der Stadtgraben umschließt noch einen großen Teil der ...
... Altstadt von Marckolsheim, wie man hier gut sehen kann.

Brücke über den Stadtgraben

Da unten wächst saftiges Grün.

der Stadtgraben an anderer Stelle

altes Anwesen

ein kreativer Steingarten

ein nicht ganz so kreativer Steingarten

Jetzt soll es wärmer werden, so habe ich einiges aussortiert und bringe es morgen auf die Post.
Sonntag, 23.2.26 Von Le Studio in Marckolsheim bis Petit Lutin Vert in Wihr, einem Vorort von Colmar (17 km)
Am Sonntag habe ich mir den Magen verdorben (die französische Gänseleberpastete war halt auch so lecker). So konnte ich in der letzten Nacht nicht viel schlafen und bin ziemlich groggy. Ich habe mir in einem vor Vorort von Colmar bei Airbnb, ein Zimmer in einem alten Bauernhof organisiert.

Auf dem Weg zur Post schein schon die Sonne.

Das Paket ist jetzt auf dem Weg nach Deutschland.

Und jeden Morgen wird Flitzefritz wieder aufgepackt.

Froher Dinge, weil ich heute nicht so weit laufen muss und weil ich weiß wo ich schlafen kann, geht es weiter.

Die Landschaft wird weiter - im Hintergrund die Vogesen.

Aber noch geht es weiter am alten Rhein-Rhône-Kanal.

In regelmäßigen Abständen taucht immer wieder ...

... ein Schwanenpärchen auf.

schöner Grenzstein

Heute konnte ich mal so richtig den Vorgeschmack auf den Frühling genießen.
Video auf YouTube: Mit dem Pilgerwagen entlang am alten Rhein-Rhône-Kanal

Hier war der Radweg gesperrt und die Déviation (Umleitung) führte über die Landstraße, wo ich mich vor den Autos in Acht nehmen musste.

Wegweiser

immer am Kanal entlang ...
Bisamratten, die eigentlich zu den Wühlmäusen gehören, wurden hier früher der Pelze wegen gezüchtet. Das Gleiche gilt auch für Nutrias.
Video auf YouTube: Nutrias am Canal de Colmar

Mittagspause

Auf der schön geschwungenen Steinbank konnte Flitzefritz seine müden Arme ablegen.

Typische Brücke über den Kanal: Radfahrer müssen hier absteigen.

Erinnert fast an Norddeutschland!

Der Weg nach Colmar.

Canal de Colmar bei Muntzenheim

einfach nur ein Landschaftsbild










Wenn Störche ihr Nest auf dem Kirchturm, dem Dach oder einem Turm der Kirche bauen, sehen das viele Menschen als gutes Omen für das Dorf, die Stadt oder die Kirchengemeinde. Es heißt oft: „Wo Störche nisten, herrscht Frieden und Wohlstand.“

markanter Wasserturm von Horbourg-Wihr aus den 1950er Jahren

ev. Kirche in Horbourg-Wihr von 1906

An vielen Fußgängerübergängen machen solche Männchen darauf aufmerksam.


Colmar

schöne Industriearchitektur von 1901
Beitrag auf archi-wiki
4 chemin du Dornig in Colmar (Frankreich) ist die Adresse eines historischen Industriegebäudes, das 1901 von den Architekten Potts, Son und Hodgson erbaut wurde. Ursprünglich war es eine Filiale/Filature (Textilspinnerei) von Édouard Weissgerber mit Tausenden von Spindeln. Das Gebäude hat einen charakteristischen, kastellartigen Look mit einem quadratischen Turm und Ziegel- bzw. farbigen Mauerwerk. Später wurde die Nutzung umgewandelt: Das Gebäude beherbergt heute unter anderem die „Salons de l’Orangerie“, einen Veranstaltungssaal mit mehreren Räumen, Garten und Parkplätzen.

Im Musée Unterlinden wird der weltberühmte Isenheimer Altar von Matthias Grünewald ausgestellt. Heute, Dienstag, hat das Museum geschlossen. Ich war im Juli 2025 dort und kann daher noch ein paar Fotos zeigen.

Besuch des Antonius bei Paulus von Theben

historische Darstellung vom Spiel einer Viola da Gamba und einer Viola da Braccio

Auferstehung und Himmelfahrt,
das schönste und berühmteste Gemälde von Mattias Grünewald

Altstadt von Colmar

Fachwerkhaus

Fritzeflitz parkt

Im Chor des Martinsmünster finden Bauarbeiten statt.

Abendmahl

Seitenaltar

St. Odilie ...

... Schutzheilige für Augenleiden

pilgern durch Colmar

La Lauch, kleiner Fluss in Colmar

Verkehrsspiegel

Flitzefritz erblickt einen Verwandten
hey karl
das was ich so lese ist ja sehr abenteuerlich
aber!!!
du erlebst gerade eine ganze menge in deinem hohen alter und ich versuche dich beim heutigen tag mal wieder zu beneiden. finde es ganz einfach sehr entschlossen von dir so ein grosses unternehmen aufzunehmen.
meine bewunderung hast du bereits jetzt oder besser gesagt überhaupt jetzt wo auch gewisse LEIDEN dir nicht verborgen bleiben
bleib tapfer,- du wirst es durchstehen, da bin ich sicher !!!!
am ende deiner reise überragt der stolz so etwas GEMACHT zu haben über allem
bleib stark,- das wetter soll jetzt sich doch richtung frühling bewegen und du kommst immer mehr richtung süden um nicht zu sagen richtung äquator
und das sind gefühle die dich wieder ganz stark aufrichten und dein ziel rückt immer näher
also, – alles gute und ich wünsch dir viel und unerschöpfliche zuversicht, auch wenns mal nicht so geht wie du dir das bei deiner planung vorgestellt hast
wie gesagt,- am ende zählt der sieg und durchgehalten zu haben
h
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